Dienstag, 07. Mai 2019, Augustiner Bräu, Salzburg - 7. Mai 2019

Von 07. Mai 2019 - 19:30 Bis 21:00

Augustiner Bräu

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Ereignisbeschreibung
Den Schmetterlingskindern beim Fliegen helfen – Forschung um Leiden zu lindern
Dr. Sophie Kitzmüller, EB Haus Austria
Epidermolysis bullosa (EB) ist eine genetische Erkrankung, welche durch die Mutation von Genen zu fehlerhaften Proteinen führt. Dadurch werden Ankerstrukturen der Haut zerstört, welche normalerweise die obere und untere Hautschicht zusammenhalten. Die Folge ist, dass bei Reibung an der Haut (durch Berührungen, Kleidung, Sport, usw) oder auch spontan ****** und offene Wunden entstehen. Verbunden damit sind Schmerzen, starkem Juckreiz, erhöhter Infektionsgefahr und weiteren Nebenerscheinungen. Da die Haut der Patienten damit so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings ist, entstand der Begriff „Schmetterlingskinder“. Genetische Erkrankungen sind derzeit nicht kausal heilbar, aber es gibt Möglichkeiten, um die Symptome zu lindern. Einer unserer Forschungsschwerpunkte ist die ex vivo Gentherapie mit dem Ziel, Transplantate mit korrekten Proteinen herzustellen, in welchen die Stabilität der Haut wiederhergestellt ist. Da EB aber verschiedene Gene betreffen kann und ein sehr heterogenes Krankheitsbild besitzt, können nicht alle Patienten/alle Unterformen gleich behandelt werden. Daher suchen wir auch nach Molekülen (small molecules) welche krankhafte Prozesse in Zellen umkehren können, ohne ins Genom eingreifen zu müssen. Eines dieser Moleküle ist Diacerein, welches als Salbe verabreicht werden kann und die Haut widerstandfähiger macht.

Neue Einsatzbereiche einer altbewährten Therapieform Radon-Behandlung bei Neurodermitis
MSc. Julia Fuchs, Institute of Physiology and Pathophysiology, Forschungsinstitut Gastein (FOI), Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg
Die Radontherapie ist besonders in Europa sehr verbreitet und wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. Hauptsächlich werden entzündliche und rheumatische Krankheitsbilder durch Radon-Thermalbäder und Radon-Heilstollentherapie behandelt, aber auch Erkrankungen der Haut oder der Atemwege können positiv beeinflusst werden.
Das Forschungsinstitut Gastein beschäftigt sich mit verschiedenen Fragestellungen rund um das Edelgas Radon, sowohl in klinischen Studien direkt am Patienten als auch auf zellulärer Ebene.
Aktuell wird gemeinsam mit der Universitätsklinik für Dermatologie der Salzburger Landeskliniken eine Pilotstudie zur Effektivität der Radontherapie bei Neurodermitis durchgeführt. Unsere aktuelle Forschungsarbeit, im Besonderen die laufende Neurodermitis-Studie, möchten wir Ihnen gerne etwas näher vorstellen.

Salzburg - 7. Mai 2019, Augustiner Bräu ereignis

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